Steffen Borowitz und die Immobilien in Mannheim

Immobilienmarkt Mannheim


Steffen Borowitz besitzt einige Wohnungen in Mannheim. Deshalb ist es für sTeffen Borowitz nötig, so viel Informationen wie möglich zum Immobilienmarkt Mannheim zu bekommen.

1. Infos zu Mannheim

Geschichte Mannheim
766 wurde das Dorf Mannenheim das erste mal urkundlich erwähnt. Lange war Mannheim ein eher unbedeutendes kleines Fischerdorf. 1607 erhielt Mannheim die Stadtprivilegien. Nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg entschied Kurfürst Karl Ludwig den Wiederaufbau. Nach einer erneuten Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg war Kurfürst Johann Wilhelm für den erneuten Wiederaufbau verantwortlich. 1720 wurde der Hof von Kurfürst Carl Philipp von Heidelberg nach Mannheim verlegt und Mannheim wurde Residenzstadt der Kurpfalz. Durch den Reichsdeputationshauptschluss kam Mannheim nach Baden. Nach der Klimakatastrophe 1816/17 und der Erfindung des Zweirads durch Karl Drais, begann in Mannheim der wirtschaftliche Aufstieg des Bürgertums. Es wurden viele große Firmen gegründet, wie 1865 die Badische Anilin-  und Soda-Fabrik (BASF) oder Schütte-Lanz, die 22 Luftschiffe baute. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Mannheim 1967 Universitätsstadt. Mannheim als Wirtschaftsplatz mit vielen industriellen Arbeitsplätzen verlor an Bedeutung, die Stadt versuchte mit Ansiedlung von Dienst-leistungsunternehmen und mit der Ausweisung von Gewerbegebieten diese Entwicklung zu stoppen. 2007 gab es in Mannheim 158.785 sozialversicherungspflicht Beschäftigte, von denen rund 33 Prozent im produzierenden Gewerbe, 23,7 Prozent in Handel, Gastgewerbe und Vekehr und 43 Prozent im sonstigen Dienstleistungssektor tätig
waren.

Steffen Borowitz wusste gar nicht, wie wechselhaft die Geschichte der Stadt Mannheim abgelaufen ist.

Bevölkerung
Zum 31.12.2011 betrug die Einwohnerzahl der wohnberechtigten Bevölkerung, das heißt alle Personen, die in Mannheim ihre Hauptwohnung oder ihre alleinige Wohnung haben 325.115.
202.019 (62,1%) sind Einwohner ohne Migrationshintergrund. 123.096 (37,9%) sind Einwohner mit Migrationshintergrund. Einwohner mit Migrationshintergrund sind Ausländer, eingebürgerte Deutsche und Aussiedler sowie Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil einen Migrationshintergrund besitzt.
Von den 123.096 Einwohnern mit Migrationshintergrund sind 55.645 (17,1%) mit deutscher Staatsangehörigkeit und 67.451 (20,7%) mit ausländischer Staatangehörigkeit.
Mit 23 % ist der Anteil der Türkei an Einwohnern mit Migrationshintergrund am höchsten, es folgt Polen mit 14,5 %, Italien mit 7,9 % und Rumänien mit 4,6 %.
2011 gab es 2.646 Geburten und 3.088 Sterbefälle. 2011 sind 23.384 Auswanderer nach Mannheim gezogen und 21.473 aus Mannheim fortgezogen.

Quelle: Kommunale Statistikstelle Mannheim

Das es so viele Einwohner mit Migrationshintergrund in Mannheim gibt, ist für Steffen Borowitz eine sehr wichtige und auch interessante Information.

Altersaufbau
Mit Blick auf die Geburten und auf die heutige Bevölkerungsstruktur ist mit einem Rückgang der Bevölkerung zu rechnen. Nach einer Prognose wird sich die Einwohner-zahl von 301.737 im Jahr 2010 auf 293.361 im Jahr 2030 verringern. Die Gruppe der Erwachsenen zwischen 20 und 30 Jahren wird sich leicht reduzieren. Bei den 30- bis 40-Jährigen wird sich nicht viel verändern. Die starken Jahrgänge der heute rund 40-Jährigen wird sich bis 2030 nach oben verschieben, ohne das in der gleichen Menge jüngere Jahrgänge in diese Altersklasse nachwachsen.

Quelle: Kommunale Statistikstelle Mannheim

Steffen Borowitz sieht für die zukünftige Entwicklung Mannheims auch die Gefahr, das die Bevölkerungsstruktur sich nicht optimal entwickelt. Aber Steffen Borowitz ist auch etwas ratlos, wie man die Bevölkerungsstruktur so beeinflussen kann, das die Zukunftsperspektiven sich positiv entwickeln.

Arbeit
2011 gab es am Arbeitsort Mannheim 169.563 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Davon waren:

8.439
Auszubildende
5,0 %
73.855
Frauen
43,6 %
21.364
Ausländer
12,6 %

Am Wohnort Mannheim gab es 106.772 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Davon waren:

5.619
Auszubildende
5,3 %
48.625
Frauen
45,5 %
18.997
Ausländer
17,8 %

Die Arbeitslosenquote beträgt in Mannheim insgesamt 6,2 Prozent. Es gibt 9.465 Arbeitslose. Davon sind:

4.582
Frauen
48,4 %
331
15 bis unter 25 Jahre
3,5 %
3.425
Langzeitarbeitslose
36,2 %
861
Schwerbehinderte
9,1 %
3.160
Ausländer
33,4 %


Quelle: Kommunale Statistikstelle Mannheim

Steffen Borowitz sieht das als sehr gute Entwicklung, das die Arbeitslosenquote 6,2 Prozent beträgt. Aber Steffen Borowitz erkennt den möglichen sozialen Sprengstoff in der Tatsache, das rund 33,4 Prozent der Auländer arbeitslos sind.

Bildung
2008 leben in Mannheim l45.454 Kinder und Jugendliche.

0-5 Jahre
34 %
6-10 Jahre
29 %
11-16 Jahre
37 %

35,6 Prozent der 45.454 Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 16 Jahren haben einen
Migrationshintergrund. (In Mannheim lebt jedes fünfte Kind unter 14 im Hartz IV-Bezug.)

Es gibt in Mannheim 92 allgemeinbildende Schulen in denen im Schuljahr 2008/2009 32.191 Schüler unterrichtet wurden. Die Übergangsquote von der Grundschule zum Gymnasium beträgt in Mannheim ca. 43 Prozent. In Stadtvierteln mit hohen sozialen Problemen ist die Quote sehr viel geringer. Während von deutschen Schülern jeder
zweite aufs Gymnasium wechselt ist es bei den ausländischen Schülern knapp jeder vierte. Im Schuljahr 2007/2008 erreichten rund 30 Prozent der Absolventen das Abitur
und ca. 26 Prozent den Hauptschulabschluss. Den mittleren Abschluss erreichten fast 36 Prozent der Schüler und 8 Prozent verliessen die Schule ohne Hauptschulabschluss.

Quelle:  1. Mannheimer Bildungsbericht 2010
Stadt Mannheimer

Steffen Borowitz sieht in guter Bildung eine der wichtigsten Voraussetzungen, um einer möglichen schlechten Entwicklung die Stirn zu bieten. Aber Steffen Borowitz muss feststellen, das vorallem der geringe Prozentsatz von ausländischen Schülern, die auf das Gymnasium wechseln, so eigentlich nicht hinnehmbar ist.

Haushalte
Es gibt in Mannheim insgesamt 173.091 Privathaushalte. Davon sind 89.781 (51,9 %) Haushalte mit einer Person. 54.466 (31,5 %) sind Mehrpersonenhaushalte ohne Kinder und 28.844 (1,7 %) sind Mehrpersonenhaushalte mit Kindern. Unter den 28.844 Mehrpersonenhaushalten mit Kindern befinden sich 6.533 Haushalte mit Allein-erziehenden.

Quelle: Kommunale Statistikstelle Mannheim


Wohnungsbestand
Es gibt insgesamt 166.847 Wohnungen in Mannheim. Davon sind:

8.350
1-Raum-Wohnungen
5 %
15.172
2-Raum-Wohnungen
9,1 %
52.142
3-Raum-Wohnungen
31,3 %
51.786
4-Raum-Wohnungen
31,0 %
39.397
5- und mehr Raum-Wohnungen
23,7 %

Der Wohnungsbestand hat sich von 2007 bis 2011 um 0,6 % erhöht.

Quelle: Kommunale Statistikstelle Mannheim

Das sich der Wohnungsbestand in Mannheim von 2007 bis 2011 nur um geringe 0,6 Prozent erhöht hat, macht Steffen Borowitz richtig Sorgen. Steffen Borowitz ist sich zwar nicht sicher, wie man die geringe Entwicklung steigern kann, aber Steffen Borowitz möchte sich auf jeden Fall nicht mit der Situation abfinden.

Kultur
Von den Städten, die zwischen 200.000 und 500.000 Einwohnern haben, gab Mannheim im Jahr 2007 pro Einwohner rund 151,50 Euro aus und belegt damit den ersten Platz in dieser Kategorie. Kiel gab 2007 pro Einwohner nur 34,20 Euro und belegte damit in dieser Kategorie Platz 23. 

Quelle: © Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stuttgart 2011


2. Soziales Gefüge in Mannheim
Steffen Borowitz wußte, das es in der sozialwissenschaftlichen Forschung unterschiedliche Milieus gibt, aber Steffen Borowitz hat bis jetzt noch nichts über die genaue Aufteilung erfahren.

Nach sozialwissenschaftlicher Forschung werden Privathaushalte zu unterschiedlichen Milieus zusammengefasst. Die sogenannten Sinus-Milieus teilen Menschen nicht nur auf Grund ihrer sozialen Lage, sondern auch hinsichtlich ihrer Lebensauffassungen und Lebensweisen ein. Werteorientierungen und Einstellungen zu Arbeit, Familie, Freizeit, Geld und Konsum fließen dabei ebenfalls in die Analyse ein. Es gibt folgende zehn Sinus-Milieus:


1
Das konservativ-etablierte Milieu
2
Das liberal-intellektuelle Milieu
3
Das Milieu der Performer
4
Das expeditive Milieu
5
Die bürgerliche Mitte
6
Das adaptiv-pragmatische Milieu
7
Das sozialökologische Milieu
8
Das traditionelle Milieu
9
Das prekäre Milieu
10
Das hedonistische Milieu.


Die unterschiedlichen Sinus-Milieus sind folgendermaßen charakterisiert:

Das konservativ-etablierte Milieu ist das klassische Establishment, es herrscht Verantwortungs- und Erfolgsethik, es gibt Exkusivitäts- und Führungsansprüche und es ist Standesbewußtsein und Entre-nous-Abgrenzung vorhanden.

Das liberal-intellektuelle Milieu ist die aufgeklärte Bildungselite mit liberaler Grundhaltung und postmateriellen Wurzeln, der Wunsch nach selbstbestimmtem Leben ist vorhanden und es bestehen vielfältige intellektuelle Interessen.

Das Milieu der Performer ist die multi-optionale, effizienzorientierte Leistungselite, die Konsum- und Stil-Avantgarde, es herrscht global-ökonomisches Denken vor, es besteht hohe IT- und Multimedia-Kompetenz.

Das expeditive Milieu ist die ambitionierte, kreative Avantgarde, man ist mental und geografisch mobil, man ist online und offline vernetzt und imme auf der Suche nach neuen Lösungen und neuen Grenzen.

Die bürgerliche Mitte ist der leistungs- und anpassungsbereite bürgerliche Mainstream, die gesellschaftliche Ordnung wird generell bejaht, es gibt den Wunsch nach beruflicher und sozialer Etablierung und das Bedürfniss nach gesicherten und harmonischen Verhältnissen.

Das adaptiv-pragmatische Milieu ist die moderne, junge Mitte der Gesellschaft mit ausgeprägtem Lebenspragmatismus und Nutzenkalkül, man ist zielstrebig und kompromissbereit, hedonistisch und konventionell, flexibel und sicherheitsorientiert, es gibt ein starkes Bedürfnis nach Verankerung und Zugehörigkeit.

Das sozialökologische Milieu ist ein konsumkritisches und ein konsumbewusstes Milieu mit normativen Vorstellungen vom richtigen Leben, es herrscht ein ausgeprägtes ökologisches und soziales Gewissen, man ist Globalisierungs-Skeptiker und Bannerträger von Political Correctness und Diversity.

Das traditionelle Milieu ist die Sicherheit und Ordnung liebende Kriegs- und Nachkriegsgeneration, man ist verhaftet in der alten, kleinbürgerlichen Welt bzw. in der traditionellen Arbeiterkultur, es herrscht Sparsamkeit, Konformismus und Anpassung an die Notwendigkeiten.

Das prekäre Milieu ist die um Orientierung und Teilhabe bemühte Unterschicht mit starken Zukunftsängsten und Ressentiments, es besteht eine Häufung sozialer Benachteiligungen, es gibt geringe Aufstiegsperspektiven und es herrscht eine reaktive Grundhaltung, man ist bemüht den Anschluss zu halten an die Konsumstandards der breiten Mitte.

Das hedonistische Milieu sind die spaß- und erlebnisorientierte moderne Unterschicht und die untere Mittelschicht, man lebt im Hier und Jetzt, man verweigert Konventionen und die Verhaltenserwartungen der Leistungsgesellschaft.

Steffen Borowitz beurteilt die charakteristischen Eigenheiten der verschiedenen Milieus als gute Möglichkeit, unterschiedliche soziale Gruppen in einer bestimmten Form einzuteilen. Aber Steffen Borowitz kann noch keine Entscheidung darüber abgeben, zu welchem der zehn Milieus er sich zählen würde.

In Mannheim sind die verschiedenen Sinus Milieus wie folgt verteilt:

1
Konservativ-etabliertes Milieu
12 %
2
Liberal-intellektuelles Milieu
  7 %
3
Performer-Milieu
  5 %
4
Expeditives Milieu
  8 %
5
Bürgerliches Milieu
13 %
6
Adaptiv-pragmatisches Milieu
  7 %
7
Sozialökologisches Milieu
  7 %
8
Traditionelles Milieu
12 %
9
Prekäres Milieu
  6 %
10
Hedonistisches Milieu
23 %

Im Vergleich Mannheim - Deutschland ergibt sich folgende Milieuverteilung:
 

1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Mannheim
12%
7%
5%
8%
13%
7%
7%
12%
6%
23%
Deutschland
10%
7%
7%
6%
14%
9%
7%
15%
9%
15%

Auffallend ist der sehr hohe Anteil des hedonistischen Milieus in Mannheim im Vergleich zum Bundesdurchschnitt. Die Anteile des expeditiven Milieus und des konservativ-etablierten Milieus sind in Mannheim auch höher als in Deutschland. Das traditionelle Milieu, das prekäre Milieu, aber auch das Performer-Milieu sind in Mannheim etwas weniger verbreitet als im Bundesvergleich. Die Zahlen zeigen, das es in Mannheim eine leichte Unterrepräsentanz des Milieus der Mitte gibt und das dafür die Milieus der unteren und der höheren Schichten stärker verbreitet sind.

Steffen Borowitz wurde von dem sehr hohen Anteil des hedonistischen Milieus im Mannheim im Vergleich zu Deutschland überrascht. In der Unterrepräsentanz des Milieus der Mitte erkennt Steffen Borowitz eine nicht zu gute Verteilung in Mannheim.

In den Stadtteilen von Mannheim sieht die unterschiedlichen Milieus wie folgt verteilt:


1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Innenstadt/ Jungbusch
0,8
1,7
5,5
27,4
3,4
6,1
4,6
5,8
1,1
43,6
Neckarstadt-West
2,0
2,2
1,3
6,8
5,0
2,8
5,3
12,8
3,3
58,6
Neckarstadt-Ost
4,1
5,1
7,2
11,9
6,1
5,0
10,1
12,5
5,1
33,0
Schwetzingerstadt/ Oststadt
9,0
17,2
11,6
24,7
2,0
7,2
12,6
1,5
0,4
13,9
Lindenhof
15,3
13,5
11,9
9,7
11,2
10,3
9,9
4,7
1,6
12,1
Sandhofen
11,7
0,8
1,7
0,3
20,6
9,1
1,6
24,4
19,0
10,7
Schönau
6,8
1,1
1,7
0,7
12,7
2,5
3,3
25,1
16,6
29,6
Waldhof
8,9
2,0
1,3
0,8
24,1
4,2
1,4
20,1
13,1
24,2
Neuostheim/
Neuhermsheim
26,6
21,1
8,7
1,5
9,0
8,5
12,1
3,6
3,3
5,8
Seckenheim
20,7
11,2
6,8
1,6
15,2
11,7
6,0
8,0
5,9
12,9
Friedrichsfeld
16,3
6,1
2,5
0,0
20,9
6,6
3,1
20,1
9,5
14,9
Käfertal
10,2
4,0
2,9
4,9
18,3
9,4
6,8
16,7
9,0
17,8
Vogelstang
9,3
6,4
1,9
0,1
27,1
2,7
6,1
13,2
6,5
26,6
Wallstadt
34,8
11,3
8,7
0,4
18,8
9,8
6,6
4,4
2,2
3,2
Feudenheim
30,4
13,3
4,7
1,7
17,1
8,2
5,9
13,1
1,8
3,9
Neckarau
20,3
12,2
6,3
5,7
10,6
8,4
8,0
10,1
3,0
15,4
Rheinau
13,4
5,0
4,3
0,7
19,5
6,2
5,7
13,8
10,2
21,2

Auffallend sind die teilweise sehr hohen und oft weit über dem deutschen Durchschnitt liegenden Anteile des hedonistischen Milieus in Innenstadt/Jungbusch, Neckarstadt-West, Neckarstadt-Ost, Schönau, Waldhof, Vogelstang und Rheinau.
Überproportional hoch ist das expeditive Milieu in Innenstadt/Jungbusch und in Schwetzingerstadt/Oststadt. Höher als im Bundesdurchschnitt ist das konservativ-etablierte Milieu in Lindenhof, Neuostheim/Neuhermsheim, Seckenheim, Friedrichsfeld, Wallstadt, Feudenheim und Neckarau. Höher als im deutschen Durchschnitt ist das prekäre Milieu in Sandhofen, Schönau, Waldhof und in Rheinau.
Sehr viel höher als im bundesdeutschen Durchschnitt ist das traditionelle Milieu in    Sandhofen, Schönau, Waldhof und Friedrichsfeld.

Weit unter dem Bundesdurchschnitt ist das liberal-intellektuelle Milieu in Innenstadt/ Jungbusch, Neckarstadt-West, Sandhofen, Schönau und Waldhof.
Ebenfalls weit unter dem deutschen Durchschnitt ist die bürgerliche Mitte in Innenstadt/ Jungbusch, Neckarstadt-West, Neckarstadt-Ost, Schwetzingerstadt/Oststadt und Neeuostheim/Neuhermsheim.

Quelle: Sinus-Milieus 2010 in kleinräumiger Gliederung
Kommunale Statistikstelle Stadt Mannheim

Einen hedonistischen Anteil in bestimmten Stadtteilen von Mannheim hat Steffen Borowitz prognostiziert. Aber Steffen Borowitz wurde von dem sehr hohen und weit über dem deutschen Durchschnitt liegenden Anteilen trotzdem mehr als überrascht.

Steffen Borowitz erkennt in der Tatsache, das das liberal-intellektuelle Milieu in Mannheim nicht sehr verbreitet ist, eine negative Entwicklung. Steffen Borowitz glaubt, das sich dadurch sozialer Sprengstoff entwickeln könnte, der für die Stadtentwicklung nicht besonders gut ist.


3. Eigentümerstruktur Deutscher Wohnungsmarkt

Der deutsche Wohnungsmarkt lässt sich von der Eigentümerseite in drei Gruppen einteilen: die professionell-gewerblichen Anbieter von Mietwohnungen, die privaten Kleinanbieter und Selbstnutzer, also die, die ihr Wohneigentum zu eigenen Wohnzwecken nutzen.

Wohnungsbestand Deutschland: 39.617.000
Professionell-gewerbliche Anbieter
9.217.000 Wohnungen (23 %)
Private Kleinanbieter

14.507.000 Wohnungen (37 %)
Selbstnutzer

15.893.000 Wohnungen (40 %)
Genossenschaften
2.217.000 Wohnungen ( 5 %)

Ein- und Zweifamilienhäuser
5.421.000 Wohnungen
(14 %)

Ein- und Zweifamilienhäuser
12.821.000 Wohnungen
(32 %)
Kommunale WU.
2.434.000 Wohnungen ( 5 %)


Öffentliche WU.
206.000 Wohnungen (1 %)


Geschosswohnungen
9.086.000
(23 %)


Geschosswohnungen
3.081.000 
( 8 %)
Privatwirtschaftl. Prof.-gewerbl. Eigentümer                                   4.059 Wohnungen (11 %)


Kirchen und sonstige WU. 301.000 Wohnungen (1 %)




Quelle:
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung


Der Wohnungsmarkt in Mannheim läßt sich wie folgt aufteilen:

Von den insgesamt 160.100 frei finanzierten Wohnungen werden von den privaten Eigentümern ca. 41.200 Wohnungen selbst genutzt. Damit hat Mannheim einen Miet-wohnungsbestand von rund 118.900 Wohnungen. Davon sind 8.800 in genossenschaftlichen Eigentum und knapp 20.000 Mietwohnungen gehören der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH. Weitere Zahlen über die Eigentümerstruktur des Mannheimer Wohnungsmarktes gibt es leider nicht.

Steffen Borowitz erkennt einen Mangel in der Tatsache, das es keine weiteren Zahlen zur Eigentümerstruktur des Mannheimer Wohnungsmarktes gibt.
Steffen Borowitz erwartet, das die fehlenden Zahlen in weiteren statistischen Unter-suchungen vielleicht ermittelt werden können.


4. Leerstandsanalyse

Wird für eine Wohnung keine Miete bezahlt, aber kann sie aktiv am Markt angeboten werden, dann gilt die Wohnung als leerstehend.


Tabelle: Vergleich Leerstandindex Bundesrepublik Deutschland -Mannheim


Wohnungsbestand
(Wohnungen in Wohngebäuden mit drei und mehr Wohnungen)
Marktaktiver Leerstand in Mehrfamilienhäusern


Anzahl Wohnungen
Leerstandsquote
Mannheim
132.583
2.800
2,1%
Bundesrepublik Deutschland
20.844.525
773.300
3,7%

Tabelle: Leerstand unterschieden nach Wohnungsgröße

Wohnfläche in m²
< 50
50-60
60-80
80-100
100-120
Insgesamt
Leerstandsquote in %
3,2
1,6
2,0
2,0
2,0
2,1

Tabelle: Leerstand in den verschiedenen Stadtteilen von Mannheim

Stadtteile
Marktaktiver Leerstand in Mehrfamilienhäusern Leerstandsquote in %
Innenstadt/Jungbusch
3,3
Neuostheim, Lindenhof
2,4
Käfertal, Waldhof, Schönau, Sandhofen, Vogelstang
2,1
Neckarstadt-Ost / Wohlgelegen, Neckarstadt-West
2,0
Friedrichsfeld, Seckenheim, Feudenheim, Wallstadt
2,0
Neckarau, Rheinau
1,7
Schwetzingerstadt, Oststadt
1,4


Quelle: Wohnungsmarkt-Monitoring 2011
Stadt Mannheim Fachbereich Städtebau

Steffen Borowitz wundert sich darüber, das der Leerstandindex in Deutschland höher ist als in Mannheim. Gleichzeitig ist Steffen Borowitz davon überzeugt, das man den  Leer-standsindex auch in Mannheim noch weiter verringern kann.



5. Mietspiegel

Der Mannheimer Mietspiegel entspricht den Regelungen über die „ortsübliche Vergleichs-miete“ und ist ein Überblick über die in Mannheim gezahlten Mieten für frei finanzierte Wohnungen. In den Mietspiegel sind nicht eingegangen:
sogenannte peisgebundene Mietwohnungen, Mietwohnungen in Ein- und Zwei-Familienhäusern, möbliert vermietete Wohnungen, Einzelzimmer die innerhalb einer abgeschlossenen wohnung an verschiedene Personen vermietet werden (z.b. Wohngemeinschaften), Wohnungen in Jugend-, Studenten-, Alten(pflege)heimen oder sonstigen Heimen, untervermietete Wohnungen, Dienst- und Werkwohnungen, steuerbegünstigte oder freifinanzierte Bundes- und Landesbedienstetenwohnungen und Wohnungen, die gewerblich genutzt werden.

Es gibt in Mannheim insgesamt ca. 166.500 Wohnungen. Davon sind rund 7000 also 4 Prozent Wohnungen mit Mietpreisbindung. 159.500 Wohnungen sind frei finanziert. Davon sind ca. 41.200 also 25 Prozent Eigentumerwohnungen, ca. 3.700 also 2 Prozent vermietete Wohungen in 1- und 2-Familienhäusern und 114.600 also 69 Prozent frei finanzierte Wohnungen, für die auch der Mietspiegel gilt.


Tabelle: Einordnung der Wohnung nach Wohnlage und Wohnkomfort

Wohnlage
Wohnkomfort


gut
normal
einfach
gut
Obergrenze
Oberer Mittelwert
(Mittelwert aus arithmetischem Mittel und Obergrenze)
Mittelwert
normal
Oberer Mittelwert
(Mittelwert aus arithmetischem Mittel und Obergrenze)
Mittelwert
Unterer Mittelwert
(Mittelwert aus arithmetischem Mittel und Untergrenze)
einfach
Mittelwert
Unterer Mittelwert
(Mittelwert aus arithmetischem Mittel und Untergrenze)
Untergrenze


Steffen Borowitz ist davon überzeugt, das die Einteilung in Wohnlage und Wohnkomfort eine sinnvolle Einteilung ist. Steffen Borowitz mag sich gar keine andere Einteilung vorstellen.

Mietspiegeltabelle: Miete nach Ausstattung, Bauperiode und Wohnungsgröße


Ausstattung

Bauperiode

Wohnungsgröße (m² )

Arithmetische
Mittel               (€/m²)
Bandbreite




Untergrenze
(€/m²)
Obergrenze (€/m²)
einfach
 (ohne Bad, ohne Sammelheizung)

alle

alle

4,87

4,03

5,73









mittel                        
(mit Bad, ohne Sammelheizung
oder ohne Bad, mit Sammelheizung)


bis 1918
bis 40
*
*
*


ab 41 bis 60
6,29
5,28
7,09


ab 61 bis 90
4,92
4,22
5,85


ab 91
*
*
*



1919-1948
bis 40
*
*
*


ab 41 bis 60
6,16
4,93
7,31


ab 61 bis 90
5,18
4,59
6,14


ab 91
*
*
*



1949-1960
bis 40
*
*
*


ab 41 bis 60
5,72
4,96
6.96


ab 61 bis 90
5,69
5,08
6,69


ab 91
*
*
*



1961-1971
bis 40
*
*
*


ab 41 bis 60
6,45
5,43
7,33


ab 61 bis 90
5,57
4,90
6,47


ab 91
*
*
*

*  nicht ausgewiesen, da weniger als 12 Fälle in der Stichprobe





Die Aussagen des Mietspiegels für einfache und mittlere Ausstattung bewertet Steffen Borowitz als sehr aussagekräftig. Gleichzeitig würde sich Steffen Borowitz noch eine differenziertere Aufteilung wünschen, um damit den Mietspiegel nicht nur für Steffen Borowitz noch genauer machen zu können.

Mietspiegeltabelle: Miete nach Ausstattung, Bauperiode und Wohnungsgröße


Ausstattung

Bauperiode

Wohnungsgröße (m² )

Arithmetische
Mittel               (€/m²)
Bandbreite




Untergrenze
(€/m²)
Obergrenze (€/m²)















Gut
(mit Bad und mit Sammel-heizung)


1919-1948
bis 40
7,76
6,58
9,33


ab 41 bis 60
6,07
4,95
7,22


ab 61 bis 90
5,86
4,98
6,67


ab 91
6,46
4,87
7,74



1949-1960
bis 40
6,85
5,80
7,95


ab 41 bis 60
6,08
5,24
7,10


ab 61 bis 90
6,16
5,26
7,02


ab 91
6,39
5,26
7,80



1961-1971
bis 40
6,89
5,60
7,88


ab 41 bis 60
6,02
5,27
6,81


ab 61 bis 90
5,82
5,16
6,48


ab 91
5,69
5,12
6,00



1972-1981
bis 40
*
*
*


ab 41 bis 60
6,42
5,65
7,14


ab 61 bis 90
5,88
5,12
6,79


ab 91
6,15
5,30
7,05



1982-1991
bis 40
*
*
*


ab 41 bis 60
7,48
6,27
8,49


ab 61 bis 90
6,63
5,67
7,38


ab 91
6,82
6,23
7,50



1992-2001
bis 40
*
*
*


ab 41 bis 60
7,24
6,43
8,40


ab 61 bis 90
7,05
6,03
7,92


ab 91
7,27
5,90
8,80



2002-2006
bis 40
*
*
*


ab 41 bis 60
*
*
*


ab 61 bis 90
6,80
6,05
7,37


ab 91
7,57
6,17
8,10



Ab 2007
bis 40
*
*
*


ab 41 bis 60
7,41
5,64
8,67


ab 61 bis 90
8,15
6,53
9,15


ab 91
8,59
7,22
10,00
* nicht ausgewiesen, da weniger als 12 Fälle in der Stichprobe


Steffen Borowitz möchte gerne wissen, wie die statistischen Daten für den Mietspiegel errechnet wurden. Steffen Borowitz sieht in Statistiken oft das Problem, das durch den statistischen Durchschnitt mögliche Zahlenausreißer niveliert werden.
 
Mietspiegeltabelle: Mieten für Apartments


Ausstattung

Bauperiode

Wohnungsgröße
(m² )

Arithmetische
Mittel               (€/m²)
Bandbreite




Unter-grenze
(€/m²)
Obergrenze (€/m²)
Gut
(mit Bad, Sammelheizung und kompletter   Kücheneinrichtung


Ab 1961

Bis 25

10,11

8,50

12,18



Ab26 bis 40

8,01

6,06

9,52


Mietspiegeltabelle: Mieten nach Ausstattung und Bauperiode


Ausstattung

Bauperiode

Arithmetische
   (€/m²)
Bandbreite



Untergrenze
(€/m²)
Obergrenze (€/m²)
Einfach
(Ohne Bad, ohne Sammelheizung)

alle

4,87

4,03

5,73

Bis 1918
5,80
4,34
7,09

1919-1948
5,53
4,55
6,83

1949-1960
5,72
4,86
6,88

1961-1971
6,16
5,10
7,19







Gut
(mit Bad und mit Sammelheizung)
Bis 1918
6,59
5,33
7,84

1919-1948
6,14
4,95
7,27

1949-1960
6,22
5,26
7,26

1961-1971
5,92
5,19
6,67

1972-1981
6,18
5,19
7,20

1982-1991
6,98
5,95
8,06

1992-2001
7,16
6,10
8,39

2002-2006
7,56
6,17
8,42

Ab 2007
8,02
6,23
9,46



In Mannheim hat sich der Miet-Durchschnittspreis von 5,04 Euro pro m²  im Jahr 2000 auf 6,01 Euro pro m² im Jahr 2010 erhöht. Im Vergleich zu anderen Ballungsräumen ist das Mietniveau in Mannheim relativ moderat.

Quelle: Mietspiegel 2012 Stadt Mannheim

Die Aussage, das die Mieten in Mannheim im Vergleich zu anderen Ballungsräumen relativ moderat sind, gibt Steffen Borowitz ein gutes Gefühl. Gleichzeitig hofft Steffen Borowitz das sich dieser moderate Mietpreis nicht allzu schnell verändert.


Immobilienpreise

Für eine Eigentumswohnung muß man in Mannheim bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 74 m² mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 1.700 €/m² rechnen.
Für ein freistehendes Einfamilienhaus mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 135 m² und einer durchschnittlichen Grundstücksfläche von 291 m² muss man mit einem durch-schnittlichen Kaufpreis von 264.000 Euro rechnen, das entspricht einem Kaufpreis von 2.000 € pro m² Wohnfläche. Bei einem Reihenhaus oder einer Doppelhaushälfte ergibt sich bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 132 m² und einer durchschnittlichen Grundstücksfläche von 234 m² ein durchschnittlicher Kaufpreis von rund 253.000 Euro.


Quelle: Wohnungsmarkt-Monitoring 2011
Stadt Mannheim Fachbereich Städtebau


Auch die relativ moderaten Immobilienpreise ergeben für Steffen Borowitz ein aus-gesprochen positives Bild. Aber auch da wünscht sich Steffen Borowitz, das sich die Entwicklung der Mannheimer Immobilienpreise nicht an die allgemeine Entwicklung
anpasst.


Wohnsituation in Mannheim

Mannheim ist einer der wichtigsten Hochschulstandorte im südwestlichen Deutschland, deshalb gibt es einerseits eine große Nachfrage nach günstigem Wohnraum, aber auch anderen Wohnmöglichkeiten und andererseits ist die Fluktuation relativ hoch. Die Qualität des Wohnraums ist in Mannheim, verglichen mit Nachbarstädten wie Heidelberg oder Karlsruhe eher durchschnittlich. Einer der Gründe dafür ist der industrielle Charakter der Stadt Mannheim. Wegen der durchschnittlichen Qualität haben aber Studenten und ältere Menschen gute Chancen, günstigen Wohnraum zu finden.
Entscheidend für die Mietpreise ist das jeweilige Stadtviertel. Der soziale Wohnungsbau der in Mannheim einen wichtigen Stellenwert hatte und hat, sorgt für relativ niedrige Mietpreise. Im Vergleich zu anderen Größstädten ist die Wohnsituation in Mannheim eher entspannt und moderat.

Steffen Borowitz empfindet die Wohnsituation in Mannheim als ausgesprochen positiv und angenehm. Trotzdem wünscht er sich für die Zukunft, das von der Stadt alles getan wird, das die angenehme Wohnsituation sich nicht verschlechtert. Steffen Borowitz mag sich gar nicht ausmalen, was passiert, wenn sich die Mannheimer Wohnsituation in Richtung München, Hamburg oder Frankfurt entwickelt.

[Immobilien in MA]